Die Ausgaben der Privathaushalte für Gesundheit sind in den letzten Jahren stärker gestiegen als die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung und betrugen zuletzt mehr als 35 Mrd. Euro (2008). Die paritätische Finanzierung hat sich mit 60:40 längst zu Lasten der Versicherten verschoben.
Diese Zusatzbelastungen werden durch die Gesundheitsreform nicht gemindert – im Gegenteil. Die Versicherten sollen nach dem Willen der Bundesregierung künftig alle Kostensteigerungen durch einkommens-unabhängige Zusatzbeiträge alleine tragen.
„Gesundheitsreform 2011 – Gute Besserung?!… unter diesem Motto führt der DGB Kreisvorstand Finsterwalde, am Donnerstag, dem 30 Juni ab 18.00 Uhr in der Gaststätte „ Zur Erholung“ in Finsterwalde Rosa Luxemburg-Straße ein Sozialforum durch.
Trotz Veröffentlichungen und politischen Diskussionen bleiben bei den meisten Versicherten viele Fragen offen.
„ Wir haben in Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen festgestellt, das besonders ältere Menschen und „Harz IV“ Empfänger unsicher sind, auf welche Leistungen sie Anspruch haben und was man zuzahlen muss“, so der DGB Kreisvorsitzende Wolfgand Soyk. „Deshalb haben wir Frau Hieke und Frau Bruchholz von der AOK Finsterwalde zu einem Sozialforum eingeladen um ein wenig Licht in den Reformdschungel zu bringen“.