Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 009/10 - 21.10.2010

DGB: Rente mit 67 erhöht Altersarmut in Cottbus

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt vor steigender Altersarmut in Cottbus und fordert den sofortigen Stopp der Rente mit 67. Marion Scheier, die Vorsitzende der DGB-Region Südbrandenburg/Lausitz, sagte am heutigen Dienstag, dass Altersarmut in Cottbus schon jetzt deutlich zu spüren sei. „Aufgrund der Rentenkürzungen liegen die Altersrenten in Brandenburg im Schnitt nur noch bei 790 Euro“ und damit noch niedriger als im Vorjahr (799 Euro). „Wir müssen dringend umsteuern, damit die gesetzliche Rente wieder armutsfest wird. Als ersten Schritt fordern wir die Bundesregierung auf, die Rente mit 67 zu stoppen, weil die sie die Altersarmut zusätzlich verschärfen würde“, so die Gewerkschafterin. Nach DGB-Berechnungen muss in Brandenburg mehr als jeder sechste Beschäftigte aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden und hohe Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente hinnehmen.

„Die Rente ab 67 Jahre ist für meisten Beschäftigten unerreichbar und wird zu einer reinen Rentenkürzung“, erklärte die DGB-Regionsvorsitzende. Eine große Zahl von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern kann auch deshalb nicht bis 65 Jahre arbeiten, weil die Beschäftigungschancen zu schlecht sind. „Auch in Cottbus bietet der Arbeitsmarkt nicht genügend Möglichkeiten für Ältere“, so Marion Scheier. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind nur 19,7 % aller 60-64-jährigen in Cottbus sozialversicherungspflichtig beschäftigt, im Landkreis Spree-Neiße sogar lediglich 15,7 %. Mehr als jeder Dritte aller Cottbuser Arbeitslosen sei älter als 50 Jahre. „Den meisten dieser etwa 11.000 Bürgerinnen und Bürger wird ein Wiedereinstieg in Beschäftigung nicht gelingen“, fürchtet die Ge-werkschafterin. Auch die wirtschaftliche Erholung habe die Beschäfti-gungsmöglichkeiten Älterer kaum verbessern können. Zwar sei die Arbeitslosenquote bei 55-64-jährigen leicht gesunken, aber mit 13,8 % immer noch auf einem sehr hohen Niveau.

Aktion gegen Rnete mit 67

dgb

Für den DGB ist die Rente mit 67 deshalb der falsche Weg. „Die Voraussetzungen für eine Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters sind nicht gegeben. „Es wäre völlig inakzeptabel, wenn die Bundesregierung sehenden Auges in Kauf nimmt, dass Altersarmut zur Perspektive für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird“, sagte Marion Scheier.

Die DGB-Region Südbrandenburg/Lausitz lädt alle interessierten Kolleginnen und Kollegen ein, sich weiter mit diesem Thema auseinander zu setzen. Dazu führt der DGB am 21. Oktober 2010 ab 17.30 im Lindner Conress Hotel eine Podiumsdiskussion zum Thema:

„Rente mit 67 – 69 – 71 …?“

durch. Diskutieren Sie mit den brandenburgischen Landtagsabgeordneten Kerstin Kircheis (SPD) und Birgit Wöllert (Die Linke) und den Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Martin Neumann (FDP) und Michael Stübgen (CDU)!

 


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Ansprechpartner

Marion Scheier

Marion Scheier

DGB Region
Südbrandenburg/Lausitz

Straße der Jugend 13/14

03046 Cottbus

Tel.: 0355-22726

Fax: 0955-790808

mobil: 0171-6552037

E-Mail: marion.scheier@dgb.de

http://suedbrandenburg-lausitz.dgb.de/

 

Lothar Judith

Lothar Judith
DGB-Region Südbrandenburg/Lausitz
Straße der Jugend 13/14
03046 Cottbus
 
 
Tel.: 0355-22726
Fax: 0355-790808
mobil: 0160-90169113
 
 
E-Mail: lothar.judith@dgb.de

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