Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 002/13 - 08.03.2013

Internationaler Frauentag 2013

DGB fordert eigenständige Existenzsicherung von Frauen

Frauentag 2013-Logo

DGB

Den Internationalen Frauentag gibt es seit 102 Jahren. Trotz dieser langen Zeit ist die Gleichstellung von Frauen und Männern im Erwerbsleben bis heute nicht erreicht.

In Deutschland erhalten Frauen im Durchschnitt 22 % weniger Entgelt als ihre männlichen Kollegen. In kaum einem anderen EU-Land ist die Entgeltlücke so groß.

Frauen erreichen heute ebenso erfolgreich Berufs- und Bildungsabschlüsse wie Männer; häufig schneiden sie sogar besser ab. Doch auf dem Arbeitsmarkt werden sie vielfach ausgebremst, denn aus familiären Gründen unterbrechen sie häufig ihre Erwerbsphase, arbeiten öfter in Teilzeit und verdienen selbst auf gleichen Positionen weniger als ihre männlichen Kollegen. Aber auch aufgrund von prekären Beschäftigungsverhältnissen können Frauen oft mit ihren Einkommen nicht auf eigenen Füßen stehen, eine Familie ernähren oder gar eine angemessene Alterssicherung aufbauen.

Das muss sich ändern!

Der DGB fordert deshalb am Internationalen Frauentag

  • einen gesetzlichen Mindestlohn nicht unter 8,50 Euro pro Stunde als Lohnuntergrenze und die soziale Absicherung aller Arbeitsverhältnisse ab der ersten Arbeitsstunde, weil Frauen besonders häufig zu Dumpinglöhnen  arbeiten müssen,
  • gesetzliche Reglungen zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit, damit Unternehmen verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis geschlechtergerecht zu gestalten,
  • einen Rechtsanspruch auf die Rückkehr aus Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung, damit Frauen nach einer familienbedingten Phase ihre Arbeitszeit wieder aufstocken, ihre Einkommen steigern und ihre Aufstiegschancen verbessern können,
  • eine hochwertige Betreuungsinfrastruktur für Kinder und Pflegebedürftige, damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf garantiert ist, sowie die Abschaffung des Betreuungsgeldes

„Wir fordern von der Bundesregierung bessere gesetzliche Rahmenbedingungen für eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen über alle Lebensphasen hinweg, um so ihre gleichberechtigte Teilhabe an qualitativ hochwertigen Arbeits- und Lebensbedingungen zu sichern.
Wir brauchen gleiche Chancen für Frauen und Männer, denn nur so kann das friedliche Zusammenleben von Menschen in der Gesellschaft gesichert werden“, so die DGB-Regionsvorsitzende Marion Scheier anlässlich der Frauentagsveranstaltung des DGB im Radisson Blu Hotel in Cottbus.

Vor 80 Jahren begann in Deutschland das Regime der Nationalsozialisten. Bereits im März 1933 wurden erste Konzentrationslager errichtet und die Judenverfolgung begann. Am 23. März 1933 kam das sogenannte Ermächtigungsgesetz, das die Entrechtung missliebiger Menschen – scheinbar -  legitimierte. Zu diesen Menschen gehörten auch die vielen Frauen, die 15 Jahre zuvor in Deutschland das allgemeine, gleiche und geheime Wahlrecht auch für Frauen erkämpft hatten und die sich danach erst Recht für weitere Frauen- und besonders für Arbeitnehmerinnenrechte einsetzten. Das war bei den Nazis unerwünscht. Der Internationale Frauentag wurde in Deutschland von den Nazis verboten.

Als Äquivalent erklärte das Regime einen US-Import aus den frühen „Zwanziger Jahren“ zum offiziellen Feiertag, den Muttertag.


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Ansprechpartner

Marion Scheier

Marion Scheier

DGB Region
Südbrandenburg/Lausitz

Straße der Jugend 13/14

03046 Cottbus

Tel.: 0355-22726

Fax: 0955-790808

mobil: 0171-6552037

E-Mail: marion.scheier@dgb.de

http://suedbrandenburg-lausitz.dgb.de/

 

Lothar Judith

Lothar Judith

DGB-Region Südbrandenburg/Lausitz
Straße der Jugend 13/14
03046 Cottbus
 
 
Tel.: 0355-22726
Fax: 0355-790808
mobil: 0160-90169113
 
 
E-Mail: lothar.judith@dgb.de

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