Deutscher Gewerkschaftsbund

19.03.2014
ver.di-Warnstreik in Cottbus

Warnstreik für monatlich 100 EUR mehr Entgelt und zusätzlich 3,5% Entgelterhöhung

300 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes nahmen an Streikkundgebung teil

Warnstreik

Foto: ver.di

300 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Südbrandenburg, darunter Beschäftigte der Stadtverwaltung Cottbus, des städtischen Eigenbetriebes Grün- und Parkanlagen, der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, der Agentur für Arbeit, Beschäftigte von den Landkreisverwaltungen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald und Beschäftigte der Stadt Lübbenau und der Stadt Schwarzheide beteiligten sich an der ver.di-Streikkundgebung am 19. März 2014 in Cottbus auf dem Altmarkt.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte am 19. März zum Warnstreik aufgerufen, nach dem die öffentlichen Arbeitgeber (Bund und Kommune) bei den Verhandlungen am 13. März 2014 kein Angebot vorgelegt hatten.  Die Gewerkschaft ver.di fordert für die rund 2,1 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen sowie für die Deutsche Rentenversicherung und für die Agentur für Arbeit Entgelterhöhungen um 100 Euro und zusätzlich 3,5 Prozent, eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro monatlich sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden.

Warnstreik

Foto: ver.di

Der Bundesinnenminister De Maizière hat die ver.di-Tarifforderung als "Maßlose Forderung" bezeichnet. Diese Haltung des Bundesinnenminister ist keine Wertschätzung für die Leistung der Beschäftigten beim Bund und den kommunalen Arbeitgebern. Gleichzeitig haben sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestages eine zehnprozentige Diätenerhöhung verordnet.

Die Tarifverhandlungen werden am Donnerstag und Freitag, den 20. und 21. März 2014, in Potsdam fortgesetzt.

Für die Zeit der Streikteilnahme erhalten die Streikteilnehmer kein Entgelt von ihrem Arbeitgeber. Dafür zahlt die Gewerkschaft ver.di den ver.di-Mitgliedern ab einer 4stündigen Streikteilnahme ein Streikgeld aus der Gewerkschaftskasse.

Weitere Informationen zur Tarifrunde im öffentlichen Dienst stehen auf der ver.di-Internetseite.

Bericht des RBB zum Warnstreik am 19. März 2014.


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Lothar Judith

Lothar Judith

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